Produkte           News / Aktuelles



Tool-Management-System erfasst Standzeiten online

greifen insbesondere bei solchen Fehlern, die mit den herkömmlichen Hüllkurventechniken nicht immer zuverlässig erkannt werden konnten. Dazu gehören zum Beispiel die nur sporadisch auftretenden Fehler wie Kopfrisse oder Kopfdreher, die mit den üblichen Stichprobenkontrollen in der Regel nicht entdeckt werden. Ein weiterer Bereich sind Kleinstfehler, die durch partielle Werkzeugbrüche oder -ausbrüche entstehen. Typische Beispiel sind hier Flankenausbrüche an Torx-Stempeln oder Stegbrüche an Plus/Minus-Stempeln. Für diese Fehlerarten wurde jetzt die bekannte Hüllkurventechnik mit neuen Rechenverfahren dynamischer und weniger schwankungsanfällig gestaltet. Die Hüllgrenzen schmiegen sich dynamisch an die aktuellen Kraftverläufe und deren Streuung an, sorgen so für optimale Fehlererkennung bei gleichzeitiger Vermeidung unnötiger Maschinenstops. Eine zweite Überwachungslogik erfasst zusätzlich die typische Charakteristik der Umformkraftkurven und kontrolliert diese auf systematische Abweichungen. sporadisch auftretenden Fehler wie Kopfrisse Einkaufseitig sind die Werkzeugkosten, neben dem Drahteinkauf und Fremdleistungen wie Galvanisieren oder Härten, der drittgrösste Kostenblock in einem Umformbetrieb. Trotz der hohen Bedeutung für eine wirtschaftliche Produktion haben viele Betriebe nur einen schlechten Überblick über die aktuellen Werkzeugverbräuche und -bestände. Die Folge sind hohe Werkzeugkosten bei gleichzeitig schlechter Verfügbarkeit. Hektik vor Auftragsbeginn und Suchaktionen nach fehlenden Werkzeugen führen zu erheblichen Wartezeiten und Produktivitätsverlustenten. Es ist in der Regel nicht systematisch bekannt, wo und wie viele Werkzeuge für einen Artikel verfügbar sind.

Das neue Tool-Management-System von Schwer + Kopka erfasst die Werkzeuge durchgängig vom Wareneingang bis zum verbrauchten bzw. verschrotteten Werkzeug. Dazu gehören alle Lagerzu- und abbuchungen inkl. der jeweils dazugehörenden Lagerorte im Werkzeugbau, im Werkzeuglager, in der Werkzeugvorbereitung und insbesondere in der Fertigung an allen Maschinen. Dort erfolgen die Werkzeugbuchungen über die Prozessüberwachungssysteme, die heute in den meisten Umformbetrieben zum Stand der Technik gehören. Über diese Anbindung werden auch die tatsächlich erreichten Standmengen jedes einzelnen Werkzeuges präzise erfasst und online zurückgemeldet.

Ist ein Werkzeug durch Bruch oder Verschleiss verbraucht, muss es durch ein neues Werkzeug ersetzt werden. Der Austausch des Werkzeuges wird vom Werker am Maschinenterminal gemeldet. Sobald er das Ersatzwerkzeug z.B. über das Einscannen eines geeigneten Ident-Codes anmeldet, wird das alte Werkzeug als verbraucht gebucht. Gleichzeitig wird der auf der Maschine befindliche Werkzeugsatz aktualisiert. Die automatisch gewonnenen Auswertungen liefern verlässliche Daten zur Werkzeugdisposition und Werkzeugkostenermittlung. Werkzeugsätze werden jetzt rechtzeitig und vollständig bereitgestellt und Wartezeiten an der Maschine erheblich reduziert. Die zuverlässig erfassten Leistungsdaten machen Schwachstellen im Werkzeugsatz deutlich.

Einscannen eines neuen Werkzeuges am Maschinenterminal
.